„Die meisten Menschen, die zu mir kommen, haben schon fast alles probiert“, sagt Lehmann. „Einlagen, Dehnübungen, Schmerzmittel, manche sogar Kortisonspritzen. Trotzdem ist der Schmerz morgens wieder da. Das liegt nicht daran, dass diese Methoden nutzlos sind – sondern daran, dass sie fast ausschließlich am Tag ansetzen. Das eigentliche Problem entsteht aber nachts.“
Es gibt durchaus ein medizinisches Konzept, das genau dieses nächtliche Zeitfenster adressiert: die klassische Nachtschiene. Sie soll den Fuß über Nacht in gedehnter Position halten, damit sich die Faszie nicht in der verkürzten Stellung „festsetzt“. Das Prinzip ist richtig – das Problem liegt in der Umsetzung. „Diese starren Schienen sind für die meisten so unbequem, dass sie nach wenigen Nächten wieder im Schrank verschwinden. Man kann sich kaum umdrehen, und vielen wird darin zu warm.“
Genau diese Lücke – das richtige Zeitfenster mit einer Lösung zu verbinden, die man auch tatsächlich durchhält – war für Lehmann der Ausgangspunkt, sich mit weicher, nächtlicher Kompression statt starrer Schienung zu beschäftigen: einem Sleeve, der über Nacht sanften, gleichmäßigen Druck auf Fußsohle und Fersenbereich ausübt, die Durchblutung unterstützt und Schwellungen reduziert – ohne die Bewegungsfreiheit eines starren Systems einzuschränken..